Genauso alt, wie das Bienenhaus

… so kommt einem der Blog vor, wenn man lange nichts geschrieben hat.

Ich bin ehrlich. Ich hatte andere Prioritäten für diese Zeit und ich war nach dem Winter auch wirklich ernüchtert, was das Hobby angeht.

Von vier Völkern, die ich zwischenzeitlich hatte, musste ich bereits im Sommer zwei Völker auflösen, da bei den Brutablegern die Königinnin zwar geschlüpft waren, aber leider nicht von ihrem Hochzeitsflug zurückkehrten. Vielleicht war es das Wetter, vielleicht war es auch einfach zu spät im Jahr. Fakt ist, dass ich nur zwei  Völker eingewintert hatte, nachdem sie ordentlich gegen Varroa behandelt worden waren….

Varroa Varroa war das primäre Thema über den Winter, auch im Imkerkurs haben wir noch im November das Thema ausführlich diskutiert. Ich bin fast sicher, dass mein Fehler bereits im Spätsommer passiert war, als ich eine der Behandlungen mit Thymol gemacht hatte bei zu geringen Temperaturen. Dass es dann noch massiv zu warm war bis in den Dezember hinein hat dann vermutlich nur das Thema noch verstärkt. Fakt ist, dass ich beim Durchsehen der Völker an den ersten warmen Tagen des Jahres feststellte, dass keine Bienen mehr zu sehen waren. Vollkommen ernüchtert bin ich dann heim gefahren und habe das Thema nicht weiter erörtert.

Ein weiterer Fehler, wie sich herausstellte, denn ich habe eine Woche verschenkt, die möglicherweise einen Unterschied hätte machen können. Am folgenden Sonntag nämlich bin ich ins Bienenhaus und wollte die Kästen nur noch ausräumen. Volk No. 1, welches das schwächerer der Beiden war, war komplett leer geflogen. Nicht eine einzige Biene konnte ich finden. Der Kasten wird nun ausgekratzt und abgeflammt, damit dort hoffentlich ein neuer Schwarm einziehen kann.

Das zweite Volk (jenes von Königin Ursula I.) hat mir an diesem tag allerdings einen Schock verpasst. Als ich gerade die Waben rausräumen wollte, die ich später einschmelzen soll, stiess ich plötzlich auf einige Bienen… und eine Wabe weiter plötzlich auf verdeckelte Brut. Und noch während ich mich von meinem Schreck erholte, rannte Ihre Majestät höchstselbst durch’s Bild. Was tun? Erstmal zu machen und dann den Film rausbringen:

Und direkt darauf, das Volk einpacken:

Was musste ich mir nicht alles anhören, was für ein mieserabler Imker ich wohl sei. Der Shitstorm der Imkerbekannten im Internet war nicht immer nur hilfreich. Aber Kritik is ja ok. Ich hab da sicherlich Fehler gemacht. Wie dem auch sei, es musste eine Entscheidung getroffen werden, was dieses Volk angeht. Und pünktlich zu diesem Entscheid erholt sich das kümmerliche Volk nun endlich. Ich bin erleichtert und froh, dass es nun endlich weitergehen kann. Nicht, dass ich irgendwas von dem Volk erwarten könnte, doch wenn es überlebt, bin ich zufrieden.

Bienenblog Teil 6

Fütterung der Raubtiere. 

Die Fütterung der Tiere ist nun schon einige Zeit durch, aber ich denke, ich dokumentiere hier trotzdem noch einmal meine Erfahrungen dieses Jahres. 

Die Schweizer Betriebsweise, die ich momentan fahre, hat verschiedene Vor- und Nachteile. Ich werde darüber sicherlich noch ein gesondertes Video machen. Vermutlich im Winter direkt, wenn sonst nicht viel anliegt, aber das Thema Fütterung möchte ich doch an dieser Stelle hervorheben.

Es gibt ja verschiedene Arten der Fütterung, auch für den Schweizerkasten, aber wie ihr ja wisst, habe ich einiges an Infrastruktur übernommen, was ich einfach so nutzen kann. Unter anderem gehört dazu eine ganze Sammlung, sogenannter Leuenberger Futtergeschirre.  Ich weiss natürlich, dass es andere Methoden gibt, wie den Eimer und z.B. auch den Futterdeckel. Letzterer kostet übrigens 40+ CHF das Stück. 

Und so denkt sich der Laie… Ah Leuenberger. Super. Da nehm ich nen paar PET-Flaschen und dann rauf damit. Tja, scheisserle is. Hat schon mal jemand so ne Flasche gekippt? Der Zuckersirup kann so dickflüssig sein, wie er will, der schwappt trotzdem. Und was machen PET-Flaschen, wenn sich Vakuum bildet? Richtig, sie ziehen sich zusammen und das ruckartig.. was passiert dann? Die Flasche verrutscht oder aber es kommt schlicht ein Schwall Zuckersirup unten heraus. Alles in Allem eine ziemliche Kleckerei.

Eine Alternative zu PET Flaschen kam mir erst am Ende der Fütterung in den Sinn. Glasflaschen. Damit ging es dann tatsächlich recht gut und für das nächste Mal werde ich mir dann vermutlich auch ein paar davon zulegen, die mehr als 0.5 Liter fassen. Denn Das Problem der kleinen Futtergaben ist ja vor allem die Logistik. 3×1.5 Liter PET sind 4.5 Liter auf mal. Das lohnt schon richtig. 3×0.5 Liter …. eher nicht … :) 

Über den Futtereimer habe ich einiges positives im Nachhinein gehört, aber ich hatte weder die passenden Deckel dazu noch einen Futtereimer. Und der Futterdeckel für den Schweizerkasten ist mit 3-5 Liter oder was der Fasst bei 40 CHF in meinen Augen nicht angemessen vom Preis, auch wenn es natürlich eine recht saubere Lösung ist.

Also … Mission erfüllt. Völker sind soweit gefüttert und die Ameisensäure ist auch fast durch. 
Da bleibt dann nur zu hoffen, dass wir gut in den Winter und wieder heraus kommen.

 

Bienenblog Teil 5

Noch immer gibt es keine Videos.

Kapitel 1 – Ernüchterung

Das war mein Donnerstag Morgen. Ich hatte mir den Himmelfahrtstag auserkoren, um in aller Ruhe die Milchsäurebehandlung meiner verbliebenen zwei Schwärme durchzuführen und entsprechend war ich gut vorbereitet. Hatte noch etwas Futter mitgenommen (für alle Fälle, wie ich dachte) und fing an, das erste Volk (Königin Adelheid I.) aufzumachen. Zu meiner negativen Überraschung waren die ausgebauten 7 Waben fast vollständig leer. Bienen, aber kaum Futter, ein wenig Pollen und überhaupt keinerlei Brut. 

Was war hier passiert? Weisellosigkeit? Das konnte mir schon passiert sein so als Anfänger. Aber was tun? Für eine echte Weiselprobe hab ich natürlich kein Material, denn ich hab ja nur die zwei Schwärme gehabt. Das Wetter war nicht optimal, also hab ich erst einmal wie geplant die Milchsäurebehandlung durchgeführt und dann in Ermangelung von Alternativen direkt erstmal die Zuckerwasserflasche aufgesetzt.

Dann machte ich das zweite Volk auf. Königin Ursula I., ihres Zeichens mit einer roten Krone ausgestattet, war allerdings nicht auffindbar (zugegeben, ich muss das noch üben). Aber auch dort keinerlei Wabeninhalt. Minimal habe ich Futter gesehen, aber auch hier keinerlei Stifte.

Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Konnten mir zwei Völker direkt weisellos geworden sein? Und wieviel Zeit blieb mir, um möglicherweise für Ersatz zu sorgen? Immerhin wollte ich mich nicht direkt mit einem Dronenbrüter herumschlagen. Aber die Möglichkeiten sind, wie bereits weiter oben gesagt, beschränkt.

Der Massnahmenplan:

  1. Mit einem örtlichen Imkerpaten über zwei Brutwaben für eine Weiselprobe reden
  2. massiv einfüttern
  3. ggf. umsehen ob jemand eine Königin hat

Punkt 1 setzte ich direkt um, doch mehr war an diesem Tag nicht mehr möglich.

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Bienenblog Teil 4 – Die erste Woche

Die erste Woche mit meinen Tierchen

Kapitel 1 – Die Schwärme

Am letzten Samstag bin ich losgefahren, um von zwei befreundeten Imkern aus dem Emmental zwei Kunstschwärme zu holen, da Ableger hier zur Zeit nicht erlaubt sind. Zwar war die Fahrt mit etwas mehr als einer Stunde ziemlich weit, aber es war Sonntag morgen und nicht nur bekam ich ein Glas eiskalte Rohmilch zum Frühstück (ich muss jetzt dringend Milchflaschen kaufen, um das Zeugs hier in der Gegend direkt vom Hof zu kaufen), es gab zusätzlich zu den Schwärmen auch noch zwei nagelneue selbstgebaute Schwarmkisten dazu. Vielen Dank Tom! 

Ich habe mich dann (es war auch warm) bald wieder auf den Heimweg gemacht, um die Tiere möglichst schnell in den Keller zu bekommen, wo sie zunächst 3 Tage Ruhe und Zuckerwasser bekommen sollte. Der Luftschutzkeller unseres Hauses eignet sich dafür ganz hervorragend und so hatten die Tierchen dann mit leisem Summen ihre erste Zwischenstation erreicht… Bienenblog Teil 4 – Die erste Woche weiterlesen

Bienenblog Teil 3

Fast alles ist vorbereitet.

Die drei Schwärme sind im Keller und sind mit reichlich Zuckerwasser bedient. 2 von ihnen haben 0.5 Liter 1:1 Mischung in 24 Stunden weggezogen. Der andere nur unwesentlich weniger. Morgen ist ein freier Tag für eigene Administration und für Vorbereitungen am Bienenhaus. Es muss noch ein Kasten abgeflammt und ausgekratzt werden, ein Fluglochschieber umgesetzt und der Wabenschrank mit Essigsäure vor Wachsmotten geschützt werden.

Apropos Waben. Da man einen Schwarm ja nicht in eine leere Kiste setzt, hab ich meine Rähmchen heute noch mit Mittelwänden beglückt. Drähte anziehen ging und auch das Einschmelzen war weniger schwierig, als ich es erwartet hatte. Immerhin ist keine der kostenbaren Mittelwände dabei zu Bruch gegangen und das Dachgeschoss riecht nach lecker Bienenwachs. 

ready for deployment

15 Mittelwände sollten für die drei Schwärme für den Anfang reichen. 5 Wachsplatten habe ich noch, die ich zur Erweiterung geben kann. Allerdings hab ich bei den Rähmchen schon deutlich gemerkt, dass ich da für die Zukunft andere brauche. Dabei bin ich nicht einmal sicher, ob es die Schweizer Brutrahmen überhaupt mit verstärktem Oberträger gibt und wenn ja, ob sie dann noch in die Schränke passen.

Eine logistische Schwierigkeit ist allerdings noch aufgetreten. Auch wenn der Schwarm einlogiert ist, wovon ich hoffentlich ein Video machen kann, muss er ja erst einmal gefüttert werden. Zucker habe ich genug (die Verkäuferin hat irritiert genug geschaut, als ich mit 10 kg Zucker auf der Schulter raus bin), aber grosse Flaschen… daran mangelt es noch. Ich denke, ich werde 1 1.5er noch bekommen, bis es Zeit zum Schlafengehen ist. Aber morgen dann noch einmal zwei…. das könnte zur Herausforderung werden. Da werde ich wohl die Wasserkannen im Haus zusammensuchen müssen, um an die Flaschen zu kommen.

Einen Bericht vom Einlogieren werde ich versuchen, aber da ich es das erste Mal mache und im Bienenhaus noch Hilfe vom Imkerpaten ist, könnte das ziemlich eng werden und ich weiss noch nicht, ob ich es schaffe.

Dunkelhaft für fleissige Bienli

Heute morgen habe ich die zwei Kunstschwärme abgeholt und freundlicherweise noch die Kisten dazu bekommen.

Jetzt müssen die kleinen Tierchen noch 2 Nächte im Keller bleiben. Zum Glück haben wir einen Schutzraum. Ich werde den Nachmittag damit verbringen, noch ein wenig Dinge zu putzen und heute abend die Mittelwände vorbereiten. 

Videos und Bilder folgen dann irgendwann.

Bienenblog Teil 2

OMG ! Jetzt geht’s richtig los. Ich bekam gerade eine Nachricht, dass morgen die Erstellung von Kunstschwärmen ansteht, kombiniert mit der Frage, ob ich denn davon welche haben möchte. Hell yeah ! 

Das bedeutet natürlich, dass dieses Wochenende noch die restlichen Aufräumtasks fällig sind. Besonders die Entfernung des Wespennestrests von einem der Regale steht auf dem Programm und natürlich die Bereitmachung des Wabenschrankes. Ich werde zudem die Einfluglochschieben noch austauschen vor den Kästen, die ich tatsächlich benutzen möchte, damit das alles möglich in gutem Zustand ist. 

Der Smoker muss noch restauriert werden. Das kann ich vielleicht direkt morgen früh erledigen. Da ich ohnehin noch Zucker kaufen muss (10 Kg… bin auf den Blick an der Kasse gespannt), kann ich dann auch direkt ncoh eine Zahnreinigungstablettenpackung kaufen. Das sollte auch für den groben Schmutz am Smoker reichen… Brennmaterial… ein wichtiges Thema…. Imkertabak is ne nette Sache, aber ich muss schon husten, wenn ich nur in die Nähe davon komme …. Eierkartons… Trockenes Holz aus’m Wald? Letzteres könnte zum Problem werden… mal gucken, was da möglich ist.

I’m so excited! 

Bienenblog Teil 1

Kapitel 1 – Bienenhaus reinigen

 Also ich weiss nun, was es heisst, wenn wir beim P&P Abend das nächste Mal hören, dass unsere Helden sich durch den Staub von Äonen wühlen müssen und jeder Schritt die Überreste längst vergangener Generationen aufwirbelt.
Meine Güte… Spinnenweben, ein paar tote Bienen (so 5 oder so), ein verlassenes Wespennest und Unmengen von Staub hab ich heute gefunden und festgestellt..
Ich brauche wohl noch etwas Zeit.
Was habe ich geschafft? Zunächst mal, den Wabenknecht gereiningt und abgeflammt, den Arbeitstisch gereinigt (inkl. wegräumen und die Spinnen verjagen, die dahinter bereits sich zu einer intelligenten Lebensform entwickelten).
Dann habe ich mir einmal zwei Kästen vorgenommen, um sie von innen zu reinigen. Dabei insbesondere alte propolisreste weggkratzt und ich glaub, dummweise auch ein paar Abstandshalter zur hinteren Wand entfernt *hust* … nun, die muss ich dann wohl neu erstellen. Was soll’s.
Das Proplis ist nach 1.5 Jahren im Bienenkasten hart wie Stahl und bis zum Abflammen war ich mir nichtmal sicher, ob es sich nicht vielleicht doch um Holz handelt, das einfach schlecht geschnitten war. Dummerweis hat mein Nachwuchs nach dem Abflammen noch einmal mit den Werkzeugen (noch nicht gereinigt) hineingespielt, während ich vorne am Flugbrett gereinigt habe. Jetzt muss ich nochmal ausfegen und ggf. abflammen. Keine Ahnung, wie wichtig das ist und wie intensiv das gemacht werden muss.
Eine Heidenarbeit ist es jedenfalls und ich bin sicher, dass es mit einfachen Zargen einer Magazinbeute deutlich einfacher gewesen wäre.
 
Nächste Schritte:
Floglochverschlüsse austauschen. Es hat noch ein paar am Haus, die nicht rostig sind.
Anflugbretter reinigen (da gibt’s auch Spinnenpopulationen an einigen.
Wabenschrank putzen. Essigsäure für das Verjagen von Wachsmotten hab ich bereits gekauft und hätte den Task direkt heute erledigt, wenn ich Säurehandschuhen mitgehabt hätte.
Die oberen Regale reinigen. OMG was liegt da alles rum. Dämmaterial für die Kästen im Winter, Holzbrettchen zum Abschliessen der Kästen. Das Schweizerkastensystem ist ja sehr flexibel, was die Grösse von den einzelnen Räumen angeht.
Die anderen Kästen putzen. *seufz* es sind 18 Kästen in dem Haus und ich hab 2 geschafft heute.
Material, was noch benötigt wird?
1 Eimer (Plastik) für frisches Wasser
1 Eimer (Plastik oder Metall) für Müllbeutel
1 Schachtel/Eimer (Verschliessbar) für Wildbauwachs
 
Beim nächsten Mal gibt’s dann vielleicht auch ein Video über bestimmte Arbeitsschritte.

Material besorgt, Schwarmkästen ausgeputzt….

It’s real… It’s damn real. *Hüstel* Nach diesem kurzen Anflug von Jugend sollte ich mich wieder anderen Themen zuwenden. 

Dem Bienenhaus zum Beispiel. Es wird zunehmend realer und ich muss jetzt wirklich Gas geben. Das Wetter verhindert aktuell vermutlich ein wenig die Schwärmerei. 10°C und Regen in der Schweiz dürften die Damen etwas zügeln, doch aufgrund des Verzugsverbotes für Bienenvölker im Zusammenhang mit Feuerbrand, muss ich wohl mit einem Schwarm anfangen. Zwei passende Kästen dazu fand ich praktischerweise in meinem Bienenhaus. Allerdings waren sie latent mit Spinnen bewohnt und doch etwas eingestaubt. So habe ich den vorgestrigen abend dazu genutzt, diese Dinge ein wenig zu putzen. Heisses Wasser hier, ein Lappen da und natürlich muss am Ende alles noch einmal abgeflammt werden .

DAS ist eine extreme männliche Angelegenheit, besonders im Dunkeln. Dazu kann man übrigens eine handelsübliche Lötlampe aus dem Baumarkt hernehmen.. Die Kästen hab ich dann gestern später noch zu meinen potentiellen Schwarmlieferanten gebracht und hoffe nun auf besseres Wetter, denn bei 12 °C und Regen ist das mit der Schwärmerei bei den Ladies sicher nicht so interessant. 

Jetzt muss ich sehen, wieviel ich Donnerstag noch geputzt bekomme, da ich über’s Wochenende ja unterwegs bin und evntl. es nächste Woche direkt losgehen soll. Die Kästen sollten noch ausgekratzt und abgeflammt werden und die Rahmen müssen mit Mittelwänden versehen werden.

Diese hab ich gestern noch besorgt, genau wie Handschuhe und nen Dreieckskratzer. Jetzt brauche ich noch 2 Plastikeimer (einer für Wildbauwachs usw.) und einer für frisches Wasser… draussen in der Gegend muss ich auch noch Wasserquellen suchen, sonst eben etwas hinstellen.

Es bleibt viel zu tun. Aber es tut sich was und ich scharre mehr denn je mit den Hufen.

Ein Bienenhaus für 2 Völker

„Wow….“ Ich sage nur: „WOW!“
Ich hätte nicht gedacht, dass es nun doch Schlag auf Schlag geht. Am Mittwoch habe ich mich mit einem weiteren örtlichen Imker getroffen und bin mit diesem zu dem Bienenhaus gefahren, in dem er bis vor einiger Zeit noch Völker hatte. Das Haus muss um die 100 Jahre alt sein und steht auf einem Bauernhof in einem Seitental. Das Ganze steht jetzt seit einiger Zeit leer und es muss natürlich dringend durchgeputzt werden, aber wow. Ich kann eine vorhandene Infrastruktur nutzen. In dem Haus sind ca. 18 Schweizerkästen vorhanden, die nur darauf warten, mit Waben und Bienen bestückt zu werden.

Langsam, Langsam – Natürlich werde ich keine 18 Völker halten. Das ist dann doch etwas viel. Für den Anfang denke ich an 1-3 je nachdem, wie ich an Bienen komme und je nachdem, wie teuer diese mich dann kommen, denn, das kann ich jetzt schon sagen, der Einstieg in die Imkerei ist keine billige Angelegenheit und natürlich ist das Schweizerkastensystem auch so speziell, dass dass man nicht überall einkaufen kann. Aber das habe ich ja vorher gewusst. Jetzt gilt es, zügig das notwendige Material zu besorgen.

Ich werde ca. 30 Bruträhmchen und 30 Honigrähmchen brauchen. Im Schweizermass sind die Honigrähmchen 1/2 Bruträhmchen. Dazu noch die Mittelwände zum Einlöten und ein wenig Werkzeug. Die Liste ist bereits erstellt und dann muss eben eingekauft werden. Schwieriger dürfte es sich gestalten, zur Zeit an Bienen zu kommen, da in einigen Bienenständen Sauerbrut aufgetreten ist (Dabei handelt es sich um gutartige Faulbrut => ich habe keine Ahnung, was daran gutartig ist). Jedenfalls ist jetzt ein Verstellungsverbot in Kraft und Bienenvölker dürfen nicht umgezogen werden. Das ist ärgerlich, weil es den Start sicher noch etwas verzögern wird und damit verpassen wir die Tracht, die jetzt gerade los geht.

Meine liebe Frau hat mir direkt angeboten, mir beim Putzen zu helfen, wenn sie das übriggeblieben Wachs später für Kosmetik bekommt. Dem hab ich direkt zugestimmt. Platz genug ist im Bienenhaus und es kann nicht schaden, wenn man sich beim Putzen noch unterhalten kann :)

Das muss ich jetzt bald ansehen und die Rückwände der Kästen sicher mal reinigen. Die Kästen von innen müssen kurz vor dem Start dann sicher einmal abgeflammt werden. Das kommt dann aber erst unmittelbar vor dem Start. Ansonsten ist im Haus alles vorhanden. Werkzeuge, Kästen, Dämmmaterial, sogar Schwarmkästen. Besser kann es ein Anfänger gar nicht haben, das muss ich wirklich sagen und ich bin auch froh über all die Unterstützung der anderen lokalen Imker. Interessant hier ist, wie unterschiedlich doch direkt bei den Imkern der gleichen Ortschaft so unterschiedliche Ansichten über die gleiche Betriebsweise herrschen. Da werde ich wohl sehr gewissenhaft meine eigenen Entscheidungen zu verschiedenen Imkerschritten entwickeln müssen, denn eine Art allgemeines Vorgehen scheint es da nicht zu geben. Mein erster Eindruck von der Schweizerkasten Betriebsweise ist allerdings klar mit einem Heben der Augenbrauen verbunden. Das System erscheint recht kompliziert, nicht nur die Tatsache, dass der Warmbau und Hinterbehandlung hier allgemein vorherrschend ist (und die Kästen entsprechend aufgebaut sind), sondern z.B. auch die Handwerklichen Schritte, um den Kasten zum Bienenhaus in abzudichten bzw. wie dann die Eingriffe vorgenommen werden können. Folgend findet ihr ein paar Fotos des Bienenhauses von innen und aussen.

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